
Nachruf
Der Kempener St. Annenhof, in dem mehr als 100 Kinder und Jugendliche leben, trauert um
Heinz-Wilhelm Wolters
Er war uns ein großzügiger Freund und engagierter Förderer.
In seiner Kindheit hatte Heinz-Wilhelm Wolters durch die Ordensschwester Ina erfahren, was es heißt, in schwierigen Situationen des Lebens beschützt und geborgen zu sein. Er wollte etwas von dem zurückgeben, was ihm im Leben geschenkt und ermöglicht worden war. So gründete er die Schwester-Ina-Stiftung, die den Bewohnern unserer Einrichtung vieles ermöglichte, was über die übliche Finanzierung des Hauses hinausging und das Leben bunt und lebenswert macht.
Die Schaffung von Bildungsmöglichkeiten lag ihm am Herzen, so dass wir eine qualifizierte Schulförderung einrichten konnten. Die Kreativität unserer Kinder und Jugendlichen konnte sich im Musikkeller und in der Künstlerwerkstatt entfalten. Ermöglichte Gruppenurlaube und Freizeitaktivitäten erschließen immer wieder neue und unbelastete Erfahrungen für viele. Nach dem Weggang der Ordensschwestern gibt es ein seelsorgliches Angebot, das die bei uns lebenden und arbeitenden Menschen unterstützt. Dieses und vieles mehr in möglich, weil Heinz-Wilhelm Wolters durch seine gewinnende Ansprache, durch sein unermüdliches Wirken und durch beharrliches Einwerben weiterer Spenden viele Mitglieder für seine Stiftung und Förderer für unser Haus fand.
Immer war er ansprechbar, wenn es um die Unterstützung jeglicher Art ging, ob es die Neugestaltung unseres Innenhofs war, ein Eiswagen, der in den Ferien überraschend auf den Hof fuhr oder die Schaffung von zwei Mutter-Kind-Wohnungen. Bei allem, was er tat, blieb er immer bescheiden im Hintergrund. Mit seiner Person trat er immer hinter die Sache, die zu seinem Lebenswerk wurde, zurück. Dafür erfüllte ihn eine große Freude, wenn er etwas für die Entwicklung und Zukunft junger Menschen tun konnte.
Im Namen der vielen Kinder und Jugendlichen im St. Annenhof, die von seinem Engagement, oft ohne es zu wissen, profitierten und auch zukünftig konkrete Hilfe erfahren, danke wir Heinz-Wilhelm Wolters von Herzen. Seiner Frau Marianne und seiner Schwägerin, Frau Gilles, die wir ebenfalls als engagierte Förderinnen an unserer Seite wissen, gilt unser herzliches Mitgefühl.
Für die Leitung, die Hausgemeinschaft und Träger
Janina Kador, Stefan van Eickels, Peter Fischer und Hildegard Schmitz-Reichel